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Pränatale Diagnostik

Glücklicherweise kommen die meisten Babys gesund zur Welt. Doch viele werdende Eltern machen sich in der besonderen Situation der Schwangerschaft auch Gedanken oder Sorgen um die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes. Die pränatale Medizin beschäftigt sich mit der Erkennung und auch der Therapie von Erkrankungen und Entwicklungsstörungen des Feten. Welche Untersuchung ist für Sie sinnvoll? Wir beraten Sie gerne bei Ihrer persönlichen Entscheidung für oder gegen eine vorgeburtliche Untersuchung und zeigen Ihnen Möglichkeiten und Grenzen der pränatalen Diagnostik auf. Im Folgenden werden die wichtigsten von uns angebotenen vorgeburtlichen Untersuchungen kurz erklärt.


Screening1.-Trimester-Screening (sog. „Nackenfalten-Messung“)
(Untersuchungszeitraum: SSW 11+0 bis SSW 13+6)

Das 1.-Trimester-Screening erfüllt zwei Funktionen:
• Ein frühes Organscreening, bei dem viele Aussagen zur Entwicklung des Kindes getroffen werden können. Ein großer Teil möglicher Störungen und Fehlbildungen kann bereits erkannt
und frühzeitig einem entsprechenden Management zugeführt werden.
• Eine Screening-Untersuchung auf Trisomien (z. Bsp. Trisomie 21 bzw. Down-Syndrom).
Hierbei wird durch Messung verschiedener Werte (mittels Ultraschall und Blutuntersuchung)
das Risiko der Schwangerschaft für eine solche Erkrankung festgestellt.

Im Falle eines erhöhten Risikowertes kann zum definitiven Ausschluss der jeweiligen Erkrankung eine weiterführende Diagnostik
(z. Bsp. Fruchtwasserpunktion) erfolgen. Die Kosten für das 1.-Trimester-Screening werden bei unauffälligen Schwangerschaften von den gesetzlichen Versicherungen nicht übernommen und müssen von Ihnen selbst getragen werden.


Screening2.-Trimester-Screening (sog. „Organscreening“ oder „Feindiagnostik“) (Untersuchungszeitraum: SSW 19+0 bis SSW 21+6)

Ihr ungeborenes Kind wird beim sogenannten 2.-Timester-Screening von Kopf bis Fuß untersucht, um die normale Anatomie und Entwicklung des Kindes zu bestätigen, oder eventuelle Veränderungen zu erkennen und eine möglichst genaue Diagnose zu stellen.
Die spezielle fetale Herzuntersuchung (fetale Echokardiographie) ist Teil des Organscreenings. Eine Ultraschalluntersuchung ist aber nie in der Lage, alle möglichen Entwicklungsstörungen
oder Erkrankungen festzustellen. Z. Bsp. können kleine Löcher in der Herzscheidewand nicht immer dargestellt werden. Jedoch kann die normale Anlage und Entwicklung der dargestellten Organsysteme beurteilt werden. Auch der Gebärmutterhals und der Widerstand in den Plazentagefäßen werden von uns untersucht, um Risiken für eine Frühgeburt oder eine Mangelentwicklung und für eine Präeklampsie (sog. „Schwangerschaftsvergiftung“ zu erkennen. Bei entsprechenden Indikationen wird Sie Ihr betreuender Frauenarzt zum Organscreening überweisen. Selbstverständlich können Sie die Untersuchung auch als Selbstzahler in Anspruch nehmen.


Screening

3.-Trimerster-Screening (Untersuchungszeitraum: SSW 28+0 bis SSW 31+6)

Die Entwicklung und das Wachstum des Kindes (Biometrie) sowie die Beurteilung verschiedener Durchblutungswerte (sog. „Doppleruntersuchung“) sind Ziel des 3.-Screenings. Es kann unter anderem eine aus verschiedenen Gründen entstandene Mangelentwicklung erkannt werden.


 

 

Echokardiographie
Fetale Echokardiographie (Herzuntersuchung des Feten)
(Untersuchungszeitraum: ab SSW 15+0, optimal im 2.-Screening)

Die spezielle Herzuntersuchung des Feten wird bei bestehendem Verdacht auf eine Herzerkrankung Ihres ungeborenen Kindes durchgeführt, um die Art eines möglichen
Herzfehlers und damit auch das weitere Vorgehen möglichst genau zu bestimmen.
Die Untersuchung ist bei uns aber auch normaler Bestandteil aller 3 Screening-Untersuchungen, um einen Herzfehler weitgehend ausschließen zu können.




Dopperuntersuchung

Doppleruntersuchung (Untersuchungszeitraum: gesamte Schwangerschaft)

Bei der Doppleruntersuchung werden die Blutflüsse in verschiedenen kindlichen und mütterlichen Blutgefäßen untersucht. Daraus können Rückschlüsse auf eventuell vorhandene Entwicklungsstörungen (z. Bsp. durch eine mangelnde Funktion des Mutterkuchens) oder Erkrankungen (z. Bsp. eine fetale Blutarmut) gezogen werden. Diese Untersuchung ist völlig ungefährlich für Ihr werdendes Kind.

 

Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) (Untersuchungszeitraum: ab SSW 15+0)

Um viele Chromosomenstörungen (z.B. Down-Syndrom) und bestimmte genetische Defekte ausschließen zu können, kann eine Fruchtwasserpunktion durchgeführt werden. Hierbei wird über den mütterlichen Bauch Fruchtwasser aus der Fruchthöhle des
Kindes entnommen, um die Chromosomen des Kindes zu untersuchen. Zu den Risiken des Eingriffs gehört eine Erhöhung der natürlichen Fehlgeburtsrate um etwa 0,5 - 1%. Nach dem Eingriff sollten Sie zwei Tage körperliche Schonung einhalten und nicht arbeiten. Ein vorläufiges Ergebnis kann bereits nach 2-3 Tagen erwartet werden und der endgültige Befund nach etwa 2 Wochen.


Chorionzottenbiopsie (Plazentapunktion) (Untersuchungszeitraum: ab SSW 11+0)

Ähnlich wie bei der Fruchtwasserpunktion werden bei der Plazentapunktion die Chromosomen Ihres Kindes untersucht. Man kann die Plazentapunktion aber zu einem früheren Schwangerschaftszeitpunkt durchführen. Über die Bauchdecken der Mutter wird mit einer dünnen Hohlnadel etwas Plazentagewebe zur Analyse entnommen .Auch bei diesem Eingriff gehört die Erhöhung der natürlichen Fehlgeburtsrate um etwa 0,5 - 1% zu den Risiken. Ein vorläufiges Ergebnis kann bereits nach 2-3 Tagen erwartet werden und der endgültige Befund nach etwa 2 Wochen.


Bluttest auf Chromosomenstörungen
(Untersuchungszeitraum: ab SSW 11+0 bis etwa SSW 18+6)

Neuerdings können ein fetales Down-Syndrom (Trisomie 21) sowie bestimmte andere Erkrankungen auch im mütterlichen Blut erkannt werden. Diese Untersuchung ist derzeit meist eine Selbstzahlerleistung (Kosten etwa 600 bis 900 EUR). In Einzelfällen
ist jedoch auf Anfrage auch eine Kostenübernahme durch Krankenkassen möglich. Sinnvoll kann dieser Test für Schwangere
mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Chromosomenstörungen sein. Der Test ist eine Screening-Untersuchung und kann
somit eine invasive Maßnahme (z. Bsp. Fruchtwasser- oder Plazentapunktion) zur sicheren Diagnosestellung nicht ersetzen.
Eine vorherige Ultraschalluntersuchung des Kindes mit entsprechender Beratung sind bei uns notwendige Voraussetzung
für die Durchführung des Tests.

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